Tag 4: Russische Nacht – Polen, Litauen, Weißrussland?!

Nachdem wir den letzten Abend beim McDonalds nähe Warschau verbrachten, starteten wir los nach Litauen in die Hauptstadt Vilnius. Die reine Fahrzeit beträgt normalerweise rund sechs Stunden, wurde aber plötzlich und unerwartet um einiges länger.

Nachdem wir brav unserem Navigationsgerät folgten, waren wir überraschend bald an einer Grenze angelangt. Zuerst dachten wir uns nichts: Geringe Geschwindigkeitsbegrenzungen – 8 km/h, 5 km/h – und große Grenzgebäude, die aber besetzt waren. Erst nach einiger Zeit, als wir erkannten, dass wir die Tafeln nicht mehr lesen konnten und überall Autos mit „BY“-Kennzeichen zu sehen waren, wurde uns klar, dass wir nicht dort sind, wo wir eigentlich sein sollten. Ein kurzer Blick auf’s Navi bestätigte unseren Verdacht: Wir sind an der weißrussischen Grenze gelandet, die dort Grenzkontrollen noch sehr, sehr genau nehmen.

Als wir schließlich beim Grenzposten angelangt sind, dem diensthabenden Polizisten/Soldaten die Reisepässe übergaben und versuchten, ihm zu erklären, dass wir eigentlich an der litauischen Grenze sein sollten, entkam ihm ein Schmunzeln. Anschließend verlangte er noch den Zulassungsschein und weg war er … Nach einigen Minuten kam schließlich eine nette junge Dame von der Grenzpolizei, die meinte, dass sie ein bisschen Deutsch spreche – eigentlich sprach sie ein schöneres Deutsch als wir. Als wir ihr erklärten, dass wir eine Maturareise zum Nordkap machen – Visitenkarte wurde natürlich hergegeben – lachte sie ebenfalls, zeigte uns aber dann freundlicherweise den Weg zur litauischen Grenze.

Am Weg nach Augustow, entlang der weißrussischen Grenze, durchquerten wir jede Menge Wälder auf holprigen Straßen, die uns schließlich nach Lipsk führten – eigentlich vorbei an Lipsk, aber von weiter Ferne war die beleuchtete Kirche zu sehen, die uns kurzerhand zum Pausieren gebracht hat … und zum Drohne auspacken … um 2 Uhr nachts.

Anschließend fuhren wir endlich über die richtige Grenze Richtung Vilnius. Nach einem Fahrerwechsel fiel uns die ungewohnte Dunkelheit für 5 Uhr morgens auf. Die Zeitverschiebung (GMT +3) ist der Grund dafür. Nachdem schließlich die Sonne aufging, stoppten wir für eine kurze Foto- und Videosession.

Danach wachten wir aufeinmal in der Hauptstadt Litauens auf einem Parkplatz auf – danke Jakob. Wir schlenderten durch die Stadt, sahen viele Kirchen und eine österreichische Reisegruppe, denen wir natürlich auch Visitenkarten zusteckten. Nachdem wir VLOG nummero 2 (http://www.roadadventure.at/vlog-2/) filmten, ging es weiter Richtung Kaunas, landeten dann aber in Marijampole an einem Campingplatz, einem wunderschönen: Marijampole Kempingas (https://www.facebook.com/marijampoleskempingas)

Schreibe einen Kommentar